Hier sind 4 gute Gründe, den Pferden weiterhin Heu zu füttern, auch wenn Gras auf den Weiden verfügbar ist:
1/ Grasqualität: Wenn das Gras nährstoffarm oder in unzureichender Menge vorhanden ist, kann Heu den Nährstoffbedarf des Pferdes ausgleichen.
2/ Futterumstellung: Eine abrupte Umstellung von einer reinen Heufütterung auf eine reine Grasfütterung kann das Verdauungssystem des Pferdes stören. Schritt für Schritt!
3/ Gesundheitsprobleme: Einige empfindlichere Pferde können von einer Heuzulage profitieren, um Zucker- oder Fruktanüberladungen im frischen Gras zu vermeiden.
4/ Verfügbarkeit: Wenn die Weiden, insbesondere am Ende der Saison, ärmer werden, kann Heu unerlässlich sein, um eine ausgewogene Ernährung aufrechtzuerhalten.

Heu ist eine vorteilhafte Vorsichtsmaßnahme für die Gesundheit und das Wohlbefinden Ihrer Pferde.
Hier sind einige Vorsichtsmaßnahmen, wenn man sein Pferd auf die Weide lässt:
- Heu vor dem Anweiden füttern, kein Kraftfutter
- Die Weidedauer langsam erhöhen und schrittweise verlängern
- Wenn das Pferd an Durchfall leidet, die Weidedauer nicht weiter verlängern, sondern die Heumenge erhöhen, bis sich die Darmflora normalisiert hat.
- Die Menge an Kraftfutter während der Anweidezeit reduzieren.
- Das Pferd ausreichend bewegen. Die zusätzlichen Kalorien aus dem Gras müssen durch Bewegung verbrannt werden und die Verdauung muss aktiv bleiben.
- Man sollte versuchen, den Stoffwechsel des Pferdes nicht zusätzlich zu überlasten. Wenn möglich, sollte man medikamentöse Behandlungen und Entwurmungen in dieser Zeit vermeiden.
Warum sind Vorsichtsmaßnahmen beim Anweiden im Frühling notwendig?
Im Frühling mag die Sonne bereits scheinen, aber die Nächte sind kühl und die Bodentemperatur liegt daher auch unter 8°. Die Sonneneinstrahlung löst zwar die Photosynthese aus, aber die Kälte verhindert die Umwandlung der Energie in Wachstum. Der Fruktangehalt ist daher sehr hoch. Fruktane können zuckerempfindlichen Pferden große Leiden verursachen.
Für gesunde Pferde ist eine normale Menge Fruktan kein Problem. Aber für Pferde, die zu Darm- oder Stoffwechselproblemen neigen, kann eine übermäßige Menge gefährlich sein. Fruktan wird nicht im Dünndarm verdaut, es gelangt daher in den Dickdarm, wo es von Bakterien fermentiert wird. Dies stört die mikrobielle Flora und führt zu einer Reduzierung der Produktion gesunder Nährstoffe wie flüchtiger Fettsäuren, einer erhöhten Freisetzung schädlicher Substanzen und einer erhöhten Durchlässigkeit der Darmwand. Dies ermöglicht das Eindringen von Toxinen in den Körper, was zu akuten Immunreaktionen und Stoffwechselproblemen führt. Die klinischen Folgen eines Fruktanüberschusses sind oft Koliken, Durchfall und Hufrehe.
Der Vorteil, im Frühling weiterhin Heu zu füttern:
Heu hilft, die Fruktanaufnahme auszugleichen und zu reduzieren. Der Trocknungsprozess von Heu reduziert den Fruktangehalt im Vergleich zu frischem Gras. Indem Pferde Heu fressen, nehmen sie weniger fruktanreiches Futter auf. Durch die Zugabe von Heu zur Fütterung wird das Verhältnis zwischen frischem Gras und einem neutraleren Futter ausgeglichen. Die gesamte aufgenommene Fruktanmenge wird dadurch erheblich reduziert. Zudem ist Heu reich an Ballaststoffen, was die Verdauung verlangsamt. Dies hilft auch, plötzliche Spitzen bei der Zuckeraufnahme, einschließlich Fruktanen, zu begrenzen und schützt somit vor Problemen, die mit einem möglichen Überkonsum verbunden sind.
Wenn Sie spezifische Fälle oder Zweifel haben, ist es immer eine gute Idee, einen Tierarzt oder Pferdefütterungsexperten zu konsultieren! 😊
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