Warum mein Pferd verfressen ist: Der Konflikt zwischen Natur und Gefangenschaft
Ihr Pferd verschlingt seine Heuration in Rekordzeit und lauert bereits auf die nächste Mahlzeit? Dieses Verhalten eines „verfressenen Pferdes“ ist häufig, aber es ist kein bloßer Ausdruck von Fresslust. Es hat oft seinen Ursprung in einer Diskrepanz zwischen der häuslichen Lebensweise, die ihnen auferlegt wird, und der Pferdephysiologie. In freier Wildbahn verbringt ein Pferd fast 16 Stunden pro Tag mit Grasen, wobei es kontinuierlich kleine Mengen aufnimmt.
Das Boxenleben mit aufgeteilten Mahlzeiten (oft zwei oder drei pro Tag) führt zu Futterangst. Das Pferd frisst schnell aus Angst, zu kurz zu kommen, aus Langeweile oder aus einfachem Konkurrenzinstinkt, selbst wenn es allein ist.
Das Leben mit unbegrenztem Zugang zu losem Heu bietet eine Fülle an Raufutter. Das Heu ist leicht zugänglich. Das Pferd kann sehr große Bissen ohne Anstrengung oder Widerstand aufnehmen.
Diese Fressgeschwindigkeit ist die direkte Antwort auf einen Fressrhythmus, der nicht der seine ist.

Hier ein Heunetz Modell Baluchon XL. Ermöglicht eine einfache und schnelle Handhabung für die Heuverteilung im Format „kleiner Ballen“
Die Folgen einer zu schnellen Futteraufnahme für die Gesundheit
Aus diesem Fressverhalten ergeben sich ernsthafte Gesundheitsprobleme bei Equiden.
Zunächst ist die unmittelbarste Gefahr die „Schlundverstopfung“: Durch das Schlucken großer Bissen ohne ausreichendes Kauen kann das Heu stecken bleiben.
Doch langfristige Folgen sind gravierender. Ein Pferd, das zu schnell frisst, kaut nicht ausreichend und produziert daher weniger Speichel. Dabei ist Speichel das einzige Antazidum, das dem Pferd zur Verfügung steht, um die permanente Säure seines Magens zu puffern. Eine Mahlzeit, die in 30 Minuten statt 3 Stunden gefressen wird, bedeutet einen leeren Magen über lange Zeiträume, was das Auftreten von Magengeschwüren begünstigt. Zudem stört dieser massive und schnelle Nahrungszufluss das gesamte Verdauungssystem, erhöht signifikant das Kolikrisiko und fördert eine Gewichtszunahme.
Die ersten Schritte zur Regulierung des Fressrhythmus
Glücklicherweise gibt es Lösungen, die man umsetzen kann, um Ihrem Pferd zu helfen, einen gesünderen und langsameren Fressrhythmus zu finden. Der erste Ansatzpunkt ist, die Mahlzeiten so oft wie möglich aufzuteilen, um die Fastenperioden zu reduzieren. Diese Lösung ist jedoch für Pferdebesitzer kompliziert umzusetzen. Sie können auch das Heu anfeuchten, was das Pferd dazu zwingt, mehr zu sortieren und die Aufnahme leicht verlangsamt.
Die effektivste Lösung ist jedoch, mechanisch auf die Fähigkeit des Pferdes einzuwirken, sein Heu aufzunehmen. Das ist das gesamte Prinzip des „Slow Feeding“ (oder langsamen Fütterns), um das Pferd dazu zu zwingen, kleinere Bissen auf einmal zu nehmen und so langsamer zu fressen, wobei es sich dem natürlichen Verhalten des Pferdes annähert.
Das Heunetz: Das beste Slow-Feeding-Werkzeug
Das Heunetz erweist sich als die einfachste, wirtschaftlichste und effektivste Lösung, um dem Bulimie-Effekt des Equiden entgegenzuwirken. Insbesondere ein Heunetz, das die Fresszeit des Heus radikal verlängert. Das Pferd kann keine großen Raufutterbüschel mehr „happen“; es muss das Heu Halm für Halm aufnehmen. Eine Mahlzeit, die zuvor in 45 Minuten verschlungen wurde, kann sich nun über 3 oder 4 Stunden erstrecken. Die Vorteile sind zweifach: Nicht nur wird die Fresszeit eingehalten, sondern auch das Kauen vervielfacht. Das Pferd produziert daher mehr Speichel, was seinen Magen schützt. Zudem beschäftigt diese Aktivität seinen Geist, bekämpft Langeweile und reduziert erheblich den Stress, der mit dem Warten auf die Mahlzeit verbunden ist.
Unsere Tipps zur Maschenwahl finden Sie hier https://filetafoin.com/ im Artikel „Die richtige Maschenweite wählen“.
Fazit: Verdauungsgesundheit und mentales Wohlbefinden in Einklang bringen
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein verfressenes Pferd oft nur ein Pferd ist, dessen Lebensweise seine grundlegende Physiologie nicht respektiert. Die Fressgeschwindigkeit zu verlangsamen ist eine wahre Rückkehr zu Ruhe und Verdauungsfrieden. Durch die Verwendung eines geeigneten Werkzeugs wie dem Heunetz korrigieren Sie nicht nur einen „Verhaltensfehler“; Sie erfüllen ein vitales Bedürfnis. Sie bieten Ihrem Begleiter eine bessere Verdauungsgesundheit, beugen aktiv dem Auftreten schwerwiegender Krankheiten wie Geschwüren und Koliken vor und verbessern sein mentales Wohlbefinden im Alltag.
